Ohne Wasser kein Leben!

Wasser ist Grundlage allen Lebens. Unser Trinkwasser steht Ihnen jederzeit und in bester Qualität zur Verfügung!

Wasseranalysen

Wasseranalysen werden im Rahmen der Eigenüberwachung von unserer Mitarbeiterin Frau Kamps (CTA) durchgeführt.
Als externes Labor kontrolliert zurzeit das akkredetierte Büro Dr. Weßling, Altenberge, in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt unser Trinkwasser.

Auszug aus den Trinkwasseranalysen 2018

PrüfparameterWWG MesswertWWO MesswertWWF Messwertzulässiger Höchstwert
Flourid0,05 mg/l0,06 mg/l0,04 mg/l1,5 mg/l
Nitrat (NO3)29,8 mg/l8,06 mg/l7,72 mg/l50,0 mg/l
Chlorid (CI)30,8 mg/l77,3 mg/l54,6 mg/l250,0 mg/l
Natrium (Na)17,0 mg/l22,0 mg/l25,0 mg/l200,0 mg/l
Sulfat (SO4)44,9 mg/l25,2 mg/l44,5 mg/l250,0 mg/l
Calcium (Ca)55,0 mg/l42,0 mg/l45,0 mg/l 
Magnesium (mg)6,1 mg/l5,6 mg/l4,0 mg/l 
Kalium (K)3,5 mg/l1,4 mg/l1,8 mg/l 
pH-Wert7,78,18,16,5-9,5
Wassertemperatur11,6 °C13,3 °C12,1 °C 
Härtebereichmittelweichweich 

 

Die kompletten Trinkwasseranalysen der jeweiligen Wasserwerke stehen Ihnen hier als PDF-Datei zur Verfügung

In allen den Wasserwerken des Verbandes wird das Naturprodukt Kalk zur Aufbereitung eingesetzt und zwar,
 

  • im Versorgungsbereich des Wasserwerkes Getelo/Itterbeck als Filtermasse in Form von Calciumcarbonat und
  • in den Versorgungsbereichen der Wasserwerke Osterwald und Füchtenfeld in Form von Calciumhydroxid.
     

Zusätzlich wird im Versorgungsbereich des Wasserwerkes Getelo/Itterbeck Natriumhydroxid sowie Mangan(II)-Chlorid zur Unterstützung der Nickelentfernung eingesetzt.

 

Untersuchung von Eigenwasser

Wir bieten unseren Kunden im Rahmen unserer Möglichkeiten die Untersuchung von Eigenwasser (Grundwasser oder auch Teichwasser) an. Durch eine Analyse besteht die  Möglichkeit z.B. Eisen, Mangan, Nitrat, Härte oder auch die Leitfähigkeit überprüfen zu lassen.

 

Hierbei beachten Sie bitte folgende Punkte:

  • Menge 0,7 - 1,0 Liter
    (Das Gefäß bzw. die Flasche sollte vorher eine Wasserflasche gewesen sein.)
  • Das Volumen in der Flasche mit dem zu untersuchenden Wasser mehrmals austauschen.
  • Danach die Wasserflasche komplett füllen und direkt ohne Luftblase verschließen.
  • Anschließend kühl lagern und zeitnah abliefern.

 

Die Wasserproben sollten umgehend abgeben werden und zwar

  • montags bis freitags im Verwaltungsgebäude des WAZ, Berliner Straße 12 in Neuenhaus, Telefon 05941 606-0,
  • montags bis freitags/vormittags direkt beim Wasserwerk, Zum Wasserwerk 3 in Getelo, Telefon 05948 332 oder
  • nach telefonischer Vereinbarung

 

Hinweis: Eine bakteriologische Überprüfung des zu untersuchenden Wassers kann nur vom Gesundheitsamt oder von einem dafür zugelassenen externen Labor durchgeführt werden.

Gemeinsam für den Grundwasserschutz

Der Wasser- und Abwasser- Zweckverband Niedergrafschaft (WAZ) arbeitet in den Trinkwassergewinnungsgebieten Getelo-Itterbeck und Wietmarschen-Füchtenfeld seit vielen Jahren mit Landwirten für den Grundwasserschutz zusammen. Grundlage ist ein gemeinsam getragenes Schutzkonzept. Zentrale Maßnahmen im Schutzkonzept sind die Wasserschutzberatung (z.B. Düngeplanung für die landwirtschaftlichen Betriebe) und die Umsetzung von freiwilligen Vereinbarungen sowie die Kontrolle des Erfolges der eingesetzten Maßnahmen. Der WAZ hat für die Wasserschutzberatung 2017-2021 die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beauftragt. Die Wasserschutzberatung wird durch die Europäische Union kofinanziert.

Zur Trinkwasserversorgung nutzt der WAZ das in den Gewinnungsgebieten vorhandene Grundwasser um es zu Trinkwasser aufzubereiten. Die Wasserwerke in Getelo, Füchtenfeld und Osterwald versorgen rund 51.000 Einwohner in den Samtgemeinden Emlichheim, Neuenhaus und Uelsen und in der Gemeinde Wietmarschen mit hochwertigem Trinkwasser. Hierbei wird die Qualität des Trinkwassers regelmäßig überwacht.

In den Gewinnungsgebieten darf hierbei nur so viel Grundwasser entnommen werden wie durch Grundwasserneubildung (vor allem durch die winterlichen Niederschläge) jedes Jahr entsteht.

Die Qualität des Grundwassers kann erheblich durch Nitrat aus der Düngung der landwirtschaftlichen Flächen beeinträchtigt werden. Nicht über Pflanzen genutzter Stickstoff wird mit dem winterlichen Niederschlag in Form von Nitrat in tiefere Bodenschichten ausgewaschen und gelangt so je nach örtlichen Voraussetzungen ins Grundwasser.

Nitrat kann im Boden und im Grundwasser teilweise abgebaut werden. Die für diesen Abbau benötigten Stoffe sind im Grundwasserleiter aber nicht unbegrenzt vorhanden. Daher sind diese Prozesse endlich und dürfen zum Schutz des Grundwassers nicht übermäßig beansprucht werden.

Somit ist die beste Möglichkeit, die Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser so zu minimieren, dass es zu keinen Überschüssen an Stickstoff auf den Flächen im Trinkwassergewinnungsgebiet kommt. Dieses kann durch eine partnerschaftliche und kooperative Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erreicht werden. Der WAZ Niedergrafschaft organisiert mit Hilfe der Wasserschutzberatung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eine Trinkwasserschutzkooperation mit Landwirten aus den Einzugsbereichen der Brunnen, um die Qualität des natürlichen Grundwassers auch für die nächste Generation zu sichern.

Bei der individuellen Düngeplanung wird das Nährstoffmanagement der landwirtschaftlichen Betriebe optimiert. Die Düngung wird so bemessen, dass die ausgebrachten Nährstoffe vom Pflanzenbestand ausgenutzt und eine Umwelt belastende Überdüngung vermieden wird.

Freiwillige Vereinbarungen sind vertraglich zwischen den Landwirten und dem WAZ vereinbarte Maßnahmen zum Grundwasserschutz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Diese Maßnahmen gehen über die gesetzlichen Anforderungen für die Landbewirtschaftung hinaus, dabei entstehende wirtschaftliche Nachteile bzw. Mehraufwendungen werden dem Landwirt entschädigt.

Beispiele hierfür sind:

  • der Verzicht auf den Anbau von Kulturen, die das Grundwasser überdurchschnittlich belasten können
  • der Anbau von Zwischenfrüchten
  • reduzierte Düngung

Grundwasserschutzmaßnahmen und Beratungsleistungen werden aus der Wasser-entnahmegebühr des Landes Niedersachsen bezuschusst. Die Gewässerschutzberatung wird aus EU-Mitteln kofinanziert, dem sogenannten ELER - Programm (Europäischer Landwirtschaftsfond zur Entwicklung des ländlichen Raums)

Darüber hinaus hat der WAZ Niedergrafschaft in den Gewinnungsgebieten landwirtschaftliche Flächen erworben bzw. auch langfristig gepachtet. Diese Flächen werden mit Grundwasserschutzauflagen an regionale Landwirte verpachtet. Um zu gewährleisten, dass die durchgeführten Maßnahmen erfolgreich sind, werden alle Flächen auf denen grundwasserschützende Maßnahmen durchgeführt werden kontrolliert.